Mobbing-Zentrale Schweiz
Wie reagieren bei PC-Mobbing
Beim PC-Mobbing nutzt der Täter den Computer oder die Internet-Leitung, um sein Opfer heimlich auszuspionieren, um es zu erniedrigen oder dessen Arbeit zu sabotieren.
Dazu eignen sich Internet / Intranet und E-Mail-Systeme besonders gut und es gelingt dem Täter häufig, anonym zu bleiben. Denn Manipulationen am PC sind einfacher, als man gemeinhin annimmt.
Je besser der Angreifer mit der Computer-Technik vertraut ist, desto leichter fällt es ihm, in das System des Opfers einzudringen und Daten zu manipulieren, zu stehlen oder zu löschen.
Bald machen gefälschte E-Mails mit kompromittierenden Inhalten die Runde und die Belegschaft amüsiert sich über intime Details aus der Privatsphäre des Mobbing-Opfers.
Was sind die Folgen: Das Mobbing-Opfer leidet unter zunehmendem Psychostress und wird oft krank und der Täter riskiert seine Karriere, denn Datensabotage führt bei eindeutigem Nachweis zur fristlosen Kündigung.
Tipps gegen Mobbing im Unternehmen:
· Wer keine Schwächen zeigt, enttäuscht den Täter. Darum: solange es bei harmlosen Spässen bleibt, besser cool bleiben und kein grosses Aufheben machen.
· Reagieren Sie hingegen sofort, wenn aus schlechten Witzen systematische Schikane zu werden droht: Klären Sie Konflikte sofort.
· Bei Sabotage und wiederholten Übergriffen sollten Sie unbedingt den Vorgesetzten informieren. Ist Ihr Chef selber der Täter, verlangen Sie selbstbewusst ein klärendes Gespräch.
· Holen sie Hilfe bei spezialisierten Beratungsstellen.
· Führen Sie über alle Einzelheiten der Attacken ein detailliertes Mobbing-Tagebuch. Notieren Sie auch allfällige Zeugen.
· Schlagen Sie auf keinen Fall mit denselben Mitteln zurück. Was war zuerst: das Huhn oder das Ei?
· Ziehen Sie Arbeitskollegen ins Vertrauen, bilden Sie eine Lobby.
· Zeigen Sie Solidarität! Schauen Sie nicht weg, wenn andere gemobbt werden.
· Lassen Sie als Chef nicht zu, dass in Ihrem Verantwortungsbereich mit Hilfe von PCs gemobbt wird. Falls es doch vorkommt, handeln Sie konsequent und kompromisslos.
Buchtipp: „PC-Mobbing – Dirty Tricks“ von Oliver Ibelshäuser