Prävention

Grundsatzerklärung herunterladen

Diese innerbetriebliche Antimobbing-Erklärung kann als Anregung oder Muster verwendet werden. (UBS, Stand November 2001)

Grundsatzerklärung Mobbing

Was versteht man unter Mobbing?

Der Begriff Mobbing leitet sich vom englischen Verb „to mob“ ab, was soviel bedeutet wie anpöbeln, über jemanden herfallen, angreifen, attackieren.

Als Mobbing bezeichnet man negative kommunikative Handlungen von einer oder mehreren Personen, die gegen eine Person gerichtet sind und die sich über einen längeren Zeitraum hinaus wiederholen. Mobbing bezeichnet demzufolge ein destruktives Verhalten am Arbeitsplatz. Im Gegensatz dazu stehen Konflikte im Betriebsalltag, welche fair gelöst werden. Diese dienen im positiven Fall der Weiterentwicklung des Einzelnen und der Gruppe.

Mobbing ist im Grunde genommen ein bekanntes Phänomen; Intrigen und Ränkespiele am Arbeitsplatz hat es schon immer gegeben. Neu an Mobbing ist jedoch die genaue Definition und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Problematik. Jedes Mobbing verläuft in ähnlichen bekannten Phasen und Mustern.

Es sind folgende Arten von Mobbing-Handlungen denkbar:

  • Angriffe im kommunikativen Bereich (ständige Kritik, Drohungen, Kontaktverweigerung, ständiges Unterbrechen usw.)
  • Angriffe auf das soziale Ansehen (Verbreitung von Gerüchten, Lächerlichmachen von Personen, Zuweisung demütigender Arbeiten usw.)
  • Angriffe auf die berufliche Integrität (keine Aufgabenzuweisung, Über- und Unterforderung usw.)
  • Angriffe auf die Gesundheit (Zwang zu gesundheitsschädigenden Arbeiten, Androhung oder Ausübung von körperlicher Gewalt, sexuelle Übergriffe usw.)

Ursachen

Mobbing kann überall dort entstehen, wo personelle oder fachliche Probleme über einen längeren Zeitraum nicht gelöst werden. Das Grundproblem wird nicht angegangen und als Ventilfunktion ein Sündenbock gesucht.

In einem guten Arbeitsklima wird in der Regel nicht gemobbt.

Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin kann unter gewissen Umständen Mobbing-Opfer werden, unabhängig von der Person oder der Stellung in der Hierarchie.

Grundsatz

Mobbing wird innerhalb der UBS AG nicht geduldet.

Die UBS AG stellt allen Betroffenen die nötige Unterstützung zur Verfügung. Durch präventive Massnahmen wie Aufklärung, Schulung etc. wird versucht, Mobbing zu verhindern.

Anlauf- und Beratungsstellen für Hilfesuchende

Ansprechpersonen dürfen in keiner Weise in den Konflikt involviert oder auch am Rande von diesem tangiert sein. Als neutrale, professionelle Anlaufstelle bietet sich die Sozialberatung der UBS an. Geeignet können auch Vorgesetzte und Personalberater oder Angehörige der Arbeitnehmervertretung (ANV) sein, die das Vertrauen der betroffenen Person geniessen und die vorerwähnte Bedingung erfüllen.

Jedes Mobbing hat das Ziel des Auschlusses einer Person aus der Gruppe oder aus dem Betrieb. Deshalb ist es äusserst wichtig, dass betroffene Personen raschmöglichst die Hilfe von kompetenter Seite anfordern, denn aus eigener Kraft ist ein Mobbing-Verlauf oft nicht mehr aufzuhalten.

Sanktionen

Je nach Tragweite von Mobbing-Handlungen ergreift die UBS AG gegenüber schuldhaft handelnden Personen Sanktionen, welche vom schriftlichen Verweis bis zur fristlosen Entlassung gehen können.

Zürich und Basel, 1. November 2001

Originalunterzeichnet von:

Stephan Haeringer, Chief Executive Officer
UBS Schweiz

Jean Francis Sierro, Leiter Geschäftsbereich Ressourcen

Margrit Provini, Leiterin HR Sozialberatung Schweiz

Roger Bartholdi, Präsident Arbeitnehmervertretung UBS

Die Publikation dieser Grundsatzerklärung erfolgt mit Zustimmung von Herrn Walter F. Studer, Direktor, Leiter HR Spezialleistungen, UBS AG Basel